Was ist dir in deinen Beziehungen wichtig?
Was wünschst du dir?
Was hältst du für selbstverständlich oder gar unverhandelbar?
Welche Werte spielen für dich eine wichtige Rolle?
Was erwartest du von deinem Gegenüber?
© 2026 Laura Voelker
Das Beziehungsradar ist ein Tool, das euch darin unterstützen soll, von Beginn an Tacheles zu reden, statt auf Basis impliziter Annahmen aneinander vorbeizukommunizieren.
Das Diagramm enthält unterschiedliche Kategorien, die verbreitete Werte, Erwartungen und Wünsche in sozialen Beziehungen darstellen und bietet euch die Möglichkeit, die euch wichtigen Werte farblich zu markieren und ihnen einen Stellenwert zuzuordnen. Hierdurch kann es die Grundlage für ein Beziehungsgespräch darstellen.
Durch die Gegenüberstellung eurer Diagramme, könnt ihr direkt mögliche Konfliktpunkte erkennen und diese aktiv klären, bevor sie zum Problem werden.
Die Auseinandersetzung mit dem Beziehungsradar kann so die Handlungsfähigkeit fördern und zu einer höheren Beziehungszufriedenheit führen.
Das Beziehungsradar ist für alle, die sich in sozialen Beziehungen befinden und Lust haben, ihre Beziehung aktiv zu gestalten.
Für Schwestern*, Brüder* und Geschwister*, Freund*innen und Lover, Lebensgefährt*innen und Play Mates. Für Queers und Heteros, sexuell exklusive Paare und Polyküle, Langzeitpartner*innen und Sommerflirts. Für Polybabys und alte Hasen, Kuschelbuddies und Beziehungsanarchist*innen, beste Freund*innen und flüchtige Bekanntschaften.
Und ganz zentral für alle Personen im AroAce-Spektrum und alle Neuroqueers, die schlichtweg
nicht verstehen, warum Sex und Romantik die beziehungskonstituierenden Elemente sein sollen und
sich trotzdem nach sozialer Sicherheit sehnen.
Für meine Leidensgenoss*innen, meine Community
Viele benennen ihr Freund*innen oder Familienmitglieder als die wichtigsten Personen in ihrem Leben: Sie sind noch da, wenn romantische Beziehungen zuende gehen; sie kennen das jeweilige soziale Umfeld, haben das Erwachsenwerden oder wichtige Lebensereignisse bezeugt.
Warum dann aber stellen sie nicht die soziale Basis einer Person dar?
Warum wird ihnen so viel weniger Zeit, Zuwendung und Beachtung geschenkt als der romantisch-sexuellen Beziehungsperson?
Ich glaube, dies hat ganz zentral damit zu tun, dass Freundschaft und Familie als jene Beziehungsformen angesehen werden, die von Erwartungs- und Mühelosigkeit leben, durch die Freiwilligkeit gekennzeichnet ist und gerade keine Arbeit und Pflege brauchen. Sie sind einfach da. Selbstverständlich, zum Teil gar unvermeidlich.
Wenn eine solche Beziehung dann zuende geht, wird nicht etwa der Konflikt erkannt, nein, stattdessen hat man sich einfach so aus den Augen verloren oder sich entzweit.
Was wäre aber, wenn jene Beziehungen genauso Sicherheit versprechen könnten, wie romantische Beziehungen? Was wäre, wenn wir auch für diese eine Praxis finden könnten, die es uns ermöglicht, uns geborgen und abgesichert zu fühlen und dennoch das Versprechen der Freiheit einhält?
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Ja. Über "Als SVG exportieren" oder "Als PNG exportieren" lädst du eine Bilddatei deines ausgefüllten Diagramms herunter, die ihr gemeinsam anschauen, ausdrucken oder verschicken könnt.
Nein. Das Diagramm ist eine Reflexions- und Gesprächshilfe, keine professionelle Beratung. Bei tiefergehenden Themen empfiehlt sich der Austausch mit einer entsprechenden Fachperson.
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